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Minarette verbieten!

Das mußte ja kommen:
Im Windschatten des Grazer Winter-Sturmes möchten die Vorarlberger Strache-Jünger auch noch ein bisschen provinzpolitisches Kleingeld wechseln. Die FPÖ stellt einen Antrag, dass via Vorarlberger Baugesetz der Bau von Minaretten verboten wird. Zitat aus der dazugehörigen Presseaussendung:
Minarette und Moscheen haben jedoch in unserem Kulturraum nichts verloren und sind Fremdkörper in unserem christlich-abendländisch geprägten Ortsbild.

Hier ein kleiner Überblick, was sich im christlich-abendländisch geprägten Ortsbild hierzulande alles findet:

seriöse Dienstleistungsangebote in großer Zahl

bodenständige Wirtshäuser mit Ländle-Kost oder

wohlschmeckend zubereiteten Traditionsgerichten

heimische Produkte mit Eingeborenen-Label

anständige Handelsbetriebe mit Stil

Symbole des Glaubens, himmelstrebend allenthalben

und, nicht zu vergessen:
Kreuze!

Als Fußballfan habe ich dann auch noch den ultimativen Beweis dafür gefunden, dass unsere Vereine christlich-abendländisch und absolut reinrassig rassigen Fußball bieten. Hier die Torschützenliste des FC Rot-Weiß Rankweil nach der Herbstrunde:

1. Uyar: 11
2. Kristo: 3
3. Özden: 2
Manojlovic: 2
Fleisch: 2
6. Eres: 1
Bule: 1
Duran Hakan: 1
Yilmaz: 1

Fleisch
ist vermutlich Ausländer.

Lizitationspolitik

Die Reizung (österreichisch das Lizitieren) ist die erste Phase des Spiels. Mit ihr wird festgelegt:

* welche Seite wieviele Stiche machen muss
* ob es Trumpf gibt und wenn ja, welche Farbe Trumpf ist


Das gilt fürs Bridge.

In der Politik haben soeben FPÖ und BZÖ vorgemacht, wie man sich in der Skala der Ausfälligkeiten gegen Ausländer im Allgemeinen und den Islam im Besonderen wechselseitig nach oben - pardon: nach unten! - lizitiert. Bei ihren Kundgebungen heute in Graz nämlich.


Ich finde das Wort "Reizung" ohnehin viel treffender: es wird versucht, die Ausländerkarte auszureizen. Mal schauen, wie weit man gehen kann. Sticht man damit in Graz, werden alle folgenden Wahlkämpfe (NÖ, Tirol, Kärnten (!) bis hin zur nächsten Nationalratswahl) diesem Muster folgen.

Ziel ist die Destabilisierung und Radikalisierung der Gesellschaft.
Um den Boden zu bereiten für die eigene Demagogie und den Weg zur Macht.

Was kann man tun?

polemisieren: nutzlos
kotzen: bringt nur kurzfristige Erleichterung
ignorieren: fahrlässig
herunterspielen: geht nicht


Nachdenken muß ich.

From here to nowhere - and back...

Schon einmal einen virtuellen Faktor-10-Trip unternommen?
Wer Lust darauf hat, Datei anklicken und starten.

(WARNUNG: Ton ausschalten! Musik ist unerträglich!
Alternativvorschlag für musikalische Begleitung: Kopfhörer auf und eigenen Lieblingssound einspielen)


FantasticTrip (pps, 1,154 KB)


Wer sicher wieder im hier und jetzt gelandet ist, kann ja eine beliebige Nachrichtenseite besuchen und sich von der intergalaktischen Wichtigkeit des hierörtlichen Getues überzeugen...

Ozon im Sommer, Feinstaub im Winter....

Neue Studie (Mortalitaet-Feinstaubt (pdf, 179 KB)) belegt, was altes Wissen ist: Feinstaub gefährdet Ihre Gesundheit! Berichten STANDARD und ORF u.a.
Neu ist offenbar nur, dass die "Mortalitätsrate" höher ist als bisher angenommen. Und - aber das ist auch nicht wirklich neu - dass die Messund von PM10-Partikeln nicht ausreicht, sondern bis hinunter auf PM 2,5 gemessen werden müsste. Selbst das Umweltbundesamt, keine umweltrevolutionäre Einrichtung, hat schon ziemlich deutlich darauf hingewiesen, wo der Hebel anzusetzen wäre: beim Verkehr.
(Feinstaub_UBA2005_KurzfassOffiz (pdf, 412 KB))

Selbstverständlich wurde der Hebel dort nicht angesetzt. Man könnte es sich ja mit der mächtigsten Lobby weltweit verscherzen.
Und so wird weiter kräftig Gas gegeben....

Wahre Begebenheit

R., eine Freundin von mir, arbeitet als Behindertenbetreuerin in der Schweiz. Einer ihrer Schützlinge hat die Angewohnheit, wenn er keine Lust hat, in der Werkstätte zu arbeiten, mit dem Bus Fahrten in die nähere und weitere Umgebung zu unternehmen. Ohne Fahrschein, versteht sich. Letzthin sei er kontrolliert worden und habe dann folgenden Dialog berichtet, der sich zwischen ihm und dem Kontrollor abgespielt habe: (in bestem Schwyzerdütsch)

"Chann ich bitte ihre Fahrschei gseh?"
"Nei".
"Wa heißt Nei?"
"Nei".
"Wieso Nei?!"
"Weil ich cheine han!"
"Sie chönne doch nit ohne Fahrschei Bus fahre!"
"Doch!"
"Nei!"
"Sie chönne doch gseh, dass ich im Bus sitze und fahre - ohne Fahrschi!"
"Des darf ma nöd!"
"Ich scho."
"Ich säge Ihne: Nei, au Sie nöd! "
"Und ich säge Ihne: Sie sind es Arschloch!"
"Ich tua Sie jetzt büaßa!"
"Sie sind würklich es Arschloch, wenn Sie nöd gesh, dass ich en Behinderte bin! Ich bruche koa Ticket!"
"Sie zahlad jetzt trotzdem Stroof!"
"Und Sie sind trotzdem es Arschloch!"

(Und erhält einen Zahlschein über 100 Schweizerfranken; zahlen hätte er nicht müssen, da im Besitze eines Behindertenausweises. Pädagogische Abhandlung der Konsequenzen in der Betreuungseinrichtung unterliegt der Schweigepflicht.....)

100 $

Wetten: die erste Hysterie des Jahres gehört dem Ölpreis...
Einhundert Dollar pro Fass - magische Marke erstmals durchbrochen - und alle werden schreien, als ob nicht absehbar gewesen wäre, dass das kommt. Beweis hier:

rohoel8

Und wenn man die Langzeitentwicklung halbwegs im Auge hat, wird der Fall sowieso noch klarer:

rohoel_-

"Der Energieverbrauch ist auch CO2-intensiver geworden
– d.h. die CO2-Emissionen sind schneller gewachsen
als der Energieverbrauch. Nachdem sie von
1970 bis 1996 stetig gesunken ist, hat die durchschnittliche
CO2-Intensität der Energie sich in der Zeit
1996 – 2001 abgeflacht und steigt seither kontinuierlich.
Die Welt bleibt konsequent auf einer „Flugbahn“
steigender CO2-Konzentrationen trotz des wachsenden
internationalen Konsenses, dass etwas dagegen
getan werden muss."

sagt: der BP Statistical Review of World Energy 2007 . Wenn schon BP so argumentiert, fragt sich nur , wie lange es noch dauert, bis die Politik kapiert, dass

a) 100 Dollar pro Fass noch nicht das Ende der Fahnenstange sind
b) der Ölpreis ein Mini-Problem darstellt im Vergleich zum CO²-Anstieg und seinen Folgen und somit
c) die schlichte Wahrheit ist, dass das Niveau des nordamerikanischen (und, niedriger aber dennoch: mitteleuropäischen) Energieverbrauches nicht zu halten ist.

Insofern muss man fast hoffen, dass wir bald die Marke von 200 $ pro Fass erreichen...

Zweitausendacht

1908: Kaiser Franz Josef regiert und die Habsburger gehen davon aus, dass sie das auch die nächsten tausend Jahre tun werden...

1918: Auf den Trümmern des Ersten Weltkrieges werden die Republiken wiedererrichtet und alle schwören, dass es die nächsten tausend Jahre kein derartiges Gemetzel mehr geben darf...

1928: Das Fernsehen wird erfunden und kein Mensch hat eine Ahnung davon, was damit in kürzester Zeit alles angerichtet werden wird...

1938: Novemberpogrome; Beginn der systematischen Verfolgung und Vernichtung der Juden im Tausendjährigen Reich...

1948: Auf den Trümmern des Zweiten Weltkrieges wird Europa wieder aufgebaut und IBM entwickelt den ersten Rechner mit integrierten Programmen...

1958: Meine Eltern heiraten und ich werde gezeugt, was aber für die Weltgeschichte bedeutungslos ist und hier nur erwähnt wird, weil mir nichts besseres einfällt...

1968: Die 68er-Bewegung entsteht, ohne selbst davon zu wissen; wer im Mai in Paris dabei war, kann später damit angeben. Eine neue Generation von MusikerInnen zertrümmert sämtliche bis dahin gültigen Vorstellungen von Musik...

1978: 50,47 % der Österreicher stimmen bei einer Volksabstimmung gegen die Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes Zwentendorf. Kreisky ist böse, besonders auf die Vorarlberger (84% Ablehnung), was denen aber egal ist...

1988: In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurde über Reformen geplaudert und wer darauf wettete, dass ein Jahr später die Mauer gefallen sein würde, wurde für verrückt erklärt...

1998: Am 8. Februar bewirkt ein Volksentscheid in Bayern die Streichung des Passus zur Todesstrafe aus der bayerischen Landesverfassung, am 29. April wird das Kyoto-Protokoll über die Klimaänderungen wird unterzeichnet...

2008: George W. Bush wird als Präsident der USA abtreten - soviel ist sicher. Alles andere wird sich weisen...

Möge es für euch alle ein gutes Jahr werden! Das wünsche ich euch, die ihr hin und wieder hier hereinschaut von Herzen! Bleibt euch treu und mir gewogen, fasst keine Vorsätze, ausser dem einen: leben nicht vergessen!

Johannes

Fotoausstellung im Schnee

Rehetobel ist ein winziges Nest im Schweizer Kanton Appenzell. Viel Landschaft, viel Landwirtschaft und derzeit auch: Schnee.
Peter Schweizer ist eigentlich Architekt; bekannt geworden ist er jedoch als Fotograf. Seit eineinhalb Jahren lebt er in Rehetobel, in einem alten, ziemlich sanierungsbedürftigen Bauernhaus oben auf einem Hügel, Postadresse: Musterplatz. (Dort wurden zu Napoleons Zeiten die Soldaten ein- oder ausgemustert).
Derzeit ist dort eine Ausstellung mit Arbeiten von Peter Schweizer zu sehen - im Freien!
Aufgestellt im Schnee, angelehnt an die Hauswand, wie zufällig hingeworfen Schwarzweißaufnahmen von Menschen, die Schweizer unter anderem im Jemen, in Afrika und in der Schweiz gemacht hat.
Gerahmt, doppelt verglast und somit wettersicher gemacht.
Es interessiere ihn immer weniger, in Galerien auszustellen. Er suche den öffentlichen Raum, auch den außergewöhnlichen, hat er uns bei unserem Besuch erklärt.

Wer in der Gegend ist: vorbeischauen! Es lohnt sich!

6 Milliarden jährlich

Und das ganze nennen sie dann "Konsolidierungsbedarf" statt Budgetkürzung.

MenschenMeinungen

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