BIO + REGIONAL = OPTIMAL
Die Konsumenten-Produzenten Tagung am 19. November 2005 in Götzis brachte neben interessanten Referaten (besonders beachtenswert: Prof. Dr. Claudia von Werlhof - Regionales Wirtschaften in Zeiten der Globalisierung) einmal mehr die klare Erkenntnis: Was sich derzeit unter dem Titel "Gobalisierung" abspielt, ist ein vorübergehendes Plünderungsprojekt, das immer schlechtere Nahrungsmittel für viele und immer weniger für ohnehin hungernde mit sich bringt. Die WTO als neue Verkünderin der Weltreligion des Marktes mit ihrer Speerspitze USA will die Agrarmärkte, und zwar alle, unter ihre Kontrolle bringen.
Signifikant ist ein Beispiel aus dem Irak: dort werden die einheimischen Bauern/Bäuerinnen jetzt gezwungen, ihr eigenes, jahrhundertelang ausgebrachtes Saatgut zu vernichten und durch gentechnisch verändertes von MONSANTO zu ersetzen...
BIO allein kann darauf nicht die Antwort sein. Es braucht lokale Märkte, neue Geld- und Tauschformen, wie zum Beispiel den Talente-Tauschkreis Vorarlberg https://www.tauschkreis.net/kms/cms/kms.php?str_id=3 und die Erkenntnis, dass "die Verwandlung von Natur in Ware" (von Werlhof) zu nichts führt, ausser zu Zerstörung.
Inzwischen gibt es weltweit hunderte Initiativen die den gesamten Agro-Weltmarkt-Gentech-Schrott auf den Müll geworfen haben und zurückgekehrt sind zu den traditionellen Anbauformen und regionalen Vermarktungsstrukturen.
Nichts ist hoffnungslos, es sei denn, man resigniert!
Signifikant ist ein Beispiel aus dem Irak: dort werden die einheimischen Bauern/Bäuerinnen jetzt gezwungen, ihr eigenes, jahrhundertelang ausgebrachtes Saatgut zu vernichten und durch gentechnisch verändertes von MONSANTO zu ersetzen...
BIO allein kann darauf nicht die Antwort sein. Es braucht lokale Märkte, neue Geld- und Tauschformen, wie zum Beispiel den Talente-Tauschkreis Vorarlberg https://www.tauschkreis.net/kms/cms/kms.php?str_id=3 und die Erkenntnis, dass "die Verwandlung von Natur in Ware" (von Werlhof) zu nichts führt, ausser zu Zerstörung.
Inzwischen gibt es weltweit hunderte Initiativen die den gesamten Agro-Weltmarkt-Gentech-Schrott auf den Müll geworfen haben und zurückgekehrt sind zu den traditionellen Anbauformen und regionalen Vermarktungsstrukturen.
Nichts ist hoffnungslos, es sei denn, man resigniert!
rauch - 20. Nov, 20:20
Es schneit!
Es ist ein Schnee gefallen
Und es ist noch nit Zeit
|: Man wirft mich mit den Ballen
Der Weg ist mir verschneit. :|
2. Mein Haus hat keinen Giebel
Es ist mir worden alt
|: Zerbrochen sind die Riegel
Mein Stüblein ist mir kalt. :|
3. Ach Lieb, laß dich's erbarmen
Daß ich so elend bin
|: Und schleuß mich in dein Arme!
So fährt der Winter hin. :|
(Ludwig Uhland um 1450)
Hiermit protestiere ich schärfstens gegen den Wintereinbruch und mache dafür ausdrücklich die schwarz-blau-orange Bundesregierung verantwortlich! Wer sich meinem Protest anschließt, sende ein e-mail an
wolfgang.schuessel@bka.gv.at

Und es ist noch nit Zeit
|: Man wirft mich mit den Ballen
Der Weg ist mir verschneit. :|
2. Mein Haus hat keinen Giebel
Es ist mir worden alt
|: Zerbrochen sind die Riegel
Mein Stüblein ist mir kalt. :|
3. Ach Lieb, laß dich's erbarmen
Daß ich so elend bin
|: Und schleuß mich in dein Arme!
So fährt der Winter hin. :|
(Ludwig Uhland um 1450)
Hiermit protestiere ich schärfstens gegen den Wintereinbruch und mache dafür ausdrücklich die schwarz-blau-orange Bundesregierung verantwortlich! Wer sich meinem Protest anschließt, sende ein e-mail an
wolfgang.schuessel@bka.gv.at

rauch - 18. Nov, 14:33
Schweizer pfeifen auf die Marktwirtschaft!
Da staunten die honorigen Herren Hypobank-Beiräte, als ihnen ein auch honoriger Herr aus der Schweiz erklärte, die Gebäudeversicherungen in der Schweiz seien kantonale Angelegenheit, also "verstaatlicht".
Es ging um das Pflichtversicherungssystem in der Schweiz, wo Hochwasserschäden an Gebäuden durch ebendieses System zu 100% vom Neuwert (!) ersetzt werden. Ein glasklares Solidarsystem, bei der man gleichviel zahlt, egal ob man in Zürich im Hochaus oder im Berner Oberland am Wildbach wohnt. "Der Markt", so der honorige Herr aus der Schweiz, "funktioniert im Bereich der Hochwasserversicherung schlicht und einfach nicht. Gewinnorientierte private Versicherer meiden das Risiko, versichern also kaum oder gar nicht gegen Hochwasser, Muren oder Lawinen. Und wenn, dann zu horrenden Prämien!"
"Also muß der Staat ein Solidarsystem schaffen (Pflichtversicherung) wo das Risiko gestreut wird. Jedes Gebäude MUSS bei uns versichert werden. Wir haben das (staatliche) Monopol. In der Schweiz wird das regelmässig in Volksabstimmungen mit bis zu 70% Mehrheit bestätigt."
Bumm. Das saß. Und es kommt noch besser:
"Natürlich reden die kantonalen Versicherungen bei der Raumplanung mit, erheben Einspruch, wenn in rote Zonen hinein gebaut werden will und schreiben Präventionsmaßnahmen vor!"
Noch mehr staunen. Frage nach den Kosten:
"42 Cent pro tausend Euro versichertem Wert. Klartext: Haus im Wert von 100.000 Euro kostet jährlich 42 Euro Versicherung...."
Die Krönung: "Wir bilden sogar Rücklagen, die wir wiederum in Vorsorgekampagnen investieren."
"Wir haben, in Zusammenarbeit mit den führenden Universitäten in Europa den Nachweis geliefert, dass unser System Schäden minimiert. Ein freier Markt in diesem Bereich würde die leichten Risken nehmen und die schweren nicht. Die bleiben - im Falle von katastrophalen Hochwässern - der Allgemeinheit. Zum Schaden der Volkswirtschaft!"
Sprach´s und hinterliess fassungslos staunende und ziemlich verwirrte Marktjünger.
Ich mußte dauernd grinsen und stelle fest:
Nicht zufällig fährt die Schweizer Nationalmannschaft ziemlich sicher zur WM und wir ganz sicher nicht.....
https://www.gva.gr.ch/gva/versicherungsgrundlagen.cfm?hl=1
(Kantonale Gebäudeversicherung Graubünden)
Es ging um das Pflichtversicherungssystem in der Schweiz, wo Hochwasserschäden an Gebäuden durch ebendieses System zu 100% vom Neuwert (!) ersetzt werden. Ein glasklares Solidarsystem, bei der man gleichviel zahlt, egal ob man in Zürich im Hochaus oder im Berner Oberland am Wildbach wohnt. "Der Markt", so der honorige Herr aus der Schweiz, "funktioniert im Bereich der Hochwasserversicherung schlicht und einfach nicht. Gewinnorientierte private Versicherer meiden das Risiko, versichern also kaum oder gar nicht gegen Hochwasser, Muren oder Lawinen. Und wenn, dann zu horrenden Prämien!"
"Also muß der Staat ein Solidarsystem schaffen (Pflichtversicherung) wo das Risiko gestreut wird. Jedes Gebäude MUSS bei uns versichert werden. Wir haben das (staatliche) Monopol. In der Schweiz wird das regelmässig in Volksabstimmungen mit bis zu 70% Mehrheit bestätigt."
Bumm. Das saß. Und es kommt noch besser:
"Natürlich reden die kantonalen Versicherungen bei der Raumplanung mit, erheben Einspruch, wenn in rote Zonen hinein gebaut werden will und schreiben Präventionsmaßnahmen vor!"
Noch mehr staunen. Frage nach den Kosten:
"42 Cent pro tausend Euro versichertem Wert. Klartext: Haus im Wert von 100.000 Euro kostet jährlich 42 Euro Versicherung...."
Die Krönung: "Wir bilden sogar Rücklagen, die wir wiederum in Vorsorgekampagnen investieren."
"Wir haben, in Zusammenarbeit mit den führenden Universitäten in Europa den Nachweis geliefert, dass unser System Schäden minimiert. Ein freier Markt in diesem Bereich würde die leichten Risken nehmen und die schweren nicht. Die bleiben - im Falle von katastrophalen Hochwässern - der Allgemeinheit. Zum Schaden der Volkswirtschaft!"
Sprach´s und hinterliess fassungslos staunende und ziemlich verwirrte Marktjünger.
Ich mußte dauernd grinsen und stelle fest:
Nicht zufällig fährt die Schweizer Nationalmannschaft ziemlich sicher zur WM und wir ganz sicher nicht.....
https://www.gva.gr.ch/gva/versicherungsgrundlagen.cfm?hl=1
(Kantonale Gebäudeversicherung Graubünden)
rauch - 15. Nov, 22:50
Sonne, Mond und Sterne
Sonne, komm und scheine!
Im Rheintal liegt der Nebel und kommen tut der Winter...
Was dringend kommen muss ist die Energiewende, und die geht nur mit der Sonne. Der Vorarlberger Energiebericht zeigt einmal mehr, wieso:
energiewende (pdf, 635 KB)
Wir sind gut bei den Solaranlagen, aber noch nicht gut genug insgesamt. Zuviel Schwarze und zuwenig Grüne noch hierzulande.
Noch.
Am Bundeskongress der Grünen war auch Sonnenschein:
Sabine Mandak aus Vorarlberg hat den dritten Listenplatz errungen und ist damit sicher wieder im Parlament. A echte Freude!
Hinterm Mond ist´s finster und kalt. Da müssen manche EU-Bürokraten leben. Nur so ist es zu erklären, dass die jetzt den gesamten Sektor der Naturstoffe (darunter fallen zum Beispiel Henna, Öle, etc.) einem neuen Zulassungsverfahren unterwerfen wollen. Heißt im Klartext: aufgrund der damit verbundenen Kosten, die sich nur Großkonzerne leisten können, werden dutzende von natürlichen Stoffen und Substanzen ohne Zulassung bleiben und damit künftig verboten!
https://europa.eu.int/comm/environment/chemicals/reach.htm
Damit will die Pharmaindustrie u.a. der Homöopathie den Garaus machen. Absurd!
Die Sterne seien schwierig, diese Woche. Sagen die Astrologinnen. Mars und noch irgendwas in Opposition und dazu Vollmond und so. Dennoch gibt es eine gute Nachricht, weil VW draufkommt, dass immer noch grössere Autos ein Flop sind:
https://orf.at/051114-93348/index.html
Vielleicht kommen die mit dem Stern auch noch drauf...
Meinen Stern werde ich heute vermutlich auch noch aufsuchen.
Die haben dort jetzt Schwarzbier. Ein Grüner trinkt Schwarzbier ohne blau zu werden. Kommt vom Orangenessen!
Und zu lesen gibt es heute: Russendisko von Wladimir Kaminer
Im Rheintal liegt der Nebel und kommen tut der Winter...
Was dringend kommen muss ist die Energiewende, und die geht nur mit der Sonne. Der Vorarlberger Energiebericht zeigt einmal mehr, wieso:
energiewende (pdf, 635 KB)
Wir sind gut bei den Solaranlagen, aber noch nicht gut genug insgesamt. Zuviel Schwarze und zuwenig Grüne noch hierzulande.
Noch.
Am Bundeskongress der Grünen war auch Sonnenschein:
Sabine Mandak aus Vorarlberg hat den dritten Listenplatz errungen und ist damit sicher wieder im Parlament. A echte Freude!
Hinterm Mond ist´s finster und kalt. Da müssen manche EU-Bürokraten leben. Nur so ist es zu erklären, dass die jetzt den gesamten Sektor der Naturstoffe (darunter fallen zum Beispiel Henna, Öle, etc.) einem neuen Zulassungsverfahren unterwerfen wollen. Heißt im Klartext: aufgrund der damit verbundenen Kosten, die sich nur Großkonzerne leisten können, werden dutzende von natürlichen Stoffen und Substanzen ohne Zulassung bleiben und damit künftig verboten!
https://europa.eu.int/comm/environment/chemicals/reach.htm
Damit will die Pharmaindustrie u.a. der Homöopathie den Garaus machen. Absurd!
Die Sterne seien schwierig, diese Woche. Sagen die Astrologinnen. Mars und noch irgendwas in Opposition und dazu Vollmond und so. Dennoch gibt es eine gute Nachricht, weil VW draufkommt, dass immer noch grössere Autos ein Flop sind:
https://orf.at/051114-93348/index.html
Vielleicht kommen die mit dem Stern auch noch drauf...
Meinen Stern werde ich heute vermutlich auch noch aufsuchen.
Die haben dort jetzt Schwarzbier. Ein Grüner trinkt Schwarzbier ohne blau zu werden. Kommt vom Orangenessen!
Und zu lesen gibt es heute: Russendisko von Wladimir Kaminer
rauch - 14. Nov, 20:34
Innsbruck (Tirol)
Da fahre ich morgen nämlich hin.
Zum Bundeskongress der Grünen, wo die Liste für die Nationalratswahl gewählt wird. Worüber an dieser Stelle dann zu berichten sein wird.
Was mich derzeit schwer kränkt, ist die Tatsache, dass dieses Weblog zu kurz kommt, weil hierzulande die ÖVP sich mittlerweile wieder einmal aufführt, als gehöre ihr das ganze Land: der Parteitag der ÖVP wird ohne Scham von einem Gemeindebediensteten eines ÖVP-Bürgermeisters vorbereitet (in der Dienstzeit, versteht sich), der Rechnungshof stellt der Altenpflegegesellschaft der Gemeinden ein vernichtendes Zeugnis aus und die ÖVP meint - inklusive Landeshauptmann - es sei sowieso alles bestens und nur die Opposition böse; im hintersten Montafon wird ein Tunnel gebaut, den niemand braucht, der aber 20 Mio Euro kostet und der Verkauf der Bodenseeflotte geht mit dem Segen der Landes-ÖVP klaglos über die Bühne: der Vizekanzler der Republik Österreich verscherbelt Staatseigentum an seinen künftigen Arbeitgeber und der Herr Landeshauptmann spielt den Einfädler für den Deal....
Als Lektüre zum Tag empfehle ich: Reisen im Licht der Sterne von Alex Capus
Musikalisch kann ich hinweisen auf was ganz altes, aber immer noch ganz gutes: Captain Beefheart: The Spotlight Kid
Zum Bundeskongress der Grünen, wo die Liste für die Nationalratswahl gewählt wird. Worüber an dieser Stelle dann zu berichten sein wird.
Was mich derzeit schwer kränkt, ist die Tatsache, dass dieses Weblog zu kurz kommt, weil hierzulande die ÖVP sich mittlerweile wieder einmal aufführt, als gehöre ihr das ganze Land: der Parteitag der ÖVP wird ohne Scham von einem Gemeindebediensteten eines ÖVP-Bürgermeisters vorbereitet (in der Dienstzeit, versteht sich), der Rechnungshof stellt der Altenpflegegesellschaft der Gemeinden ein vernichtendes Zeugnis aus und die ÖVP meint - inklusive Landeshauptmann - es sei sowieso alles bestens und nur die Opposition böse; im hintersten Montafon wird ein Tunnel gebaut, den niemand braucht, der aber 20 Mio Euro kostet und der Verkauf der Bodenseeflotte geht mit dem Segen der Landes-ÖVP klaglos über die Bühne: der Vizekanzler der Republik Österreich verscherbelt Staatseigentum an seinen künftigen Arbeitgeber und der Herr Landeshauptmann spielt den Einfädler für den Deal....
Als Lektüre zum Tag empfehle ich: Reisen im Licht der Sterne von Alex Capus
Musikalisch kann ich hinweisen auf was ganz altes, aber immer noch ganz gutes: Captain Beefheart: The Spotlight Kid
rauch - 10. Nov, 21:03
Paris (Frankreich)
Wenn es stimmt, dass in Frankreich immer wieder Entwicklungen begonnen haben, die dann die Welt in Beschlag nahmen, dann sind die brennenden Autos in den Vorstädten ein ziemlich lautes Signal.
Selbst wenn es keine oder nur unzureichende Erklärungen gibt für das, was da abläuft, gilt immer noch: "Nichts kommt aus heiterem Himmel, es sei denn man ignoriert das Wetter!"
Jedenfalls hat Pierre Bourdieu
https://www.suhrkamp.de/autoren/bourdieu/bourdieubio.htm in einem seiner früheren Werke (Die feinen Unterschiede - Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft) und auch in einem seiner eher späten Werke (Das Elend der Welt - Zeugnisse und Diagnosen alltäglichen Leidens an der Gesellschaft) mit ziemlicher Präzision aufgezeigt, was Sache ist. Kleines Zitat: "In ihrer Zusammenschau ergeben diese Lebens- und Gesellschaftsbilder "von unten" (gemeint sind die "Feinen Unterschiede - JR) ein schonungsloses Röntgenbild der französischen - und nicht nur der französischen Gegenwartsgesellschaft, geprägt von zunehmendem Konkurrenzdruck, struktureller Massenarbeitslosigkeit, Sozialabbau, gesellschaftrlicher Marginalisierung bzw. Ausschließung immer breiterer Bevölkerungsgruppen, verstärkt durch den schleichenden Rückzug des States aus seiner Verantwortung für das Gemeinwohl und die zunehmende Deregulierung von Wirtschaft und Gesellschaft." (...)
Meint der Klappentext der deutschen Ausgabe schon 1993.
Kaum was hinzuzufügen aus heutiger Sicht.
Bourdieu hat die Probleme der Banlieues erkannt, beschrieben und vor den Fogen gewarnt, lange bevor die ersten Autos brannten.
Selbst wenn es keine oder nur unzureichende Erklärungen gibt für das, was da abläuft, gilt immer noch: "Nichts kommt aus heiterem Himmel, es sei denn man ignoriert das Wetter!"
Jedenfalls hat Pierre Bourdieu
https://www.suhrkamp.de/autoren/bourdieu/bourdieubio.htm in einem seiner früheren Werke (Die feinen Unterschiede - Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft) und auch in einem seiner eher späten Werke (Das Elend der Welt - Zeugnisse und Diagnosen alltäglichen Leidens an der Gesellschaft) mit ziemlicher Präzision aufgezeigt, was Sache ist. Kleines Zitat: "In ihrer Zusammenschau ergeben diese Lebens- und Gesellschaftsbilder "von unten" (gemeint sind die "Feinen Unterschiede - JR) ein schonungsloses Röntgenbild der französischen - und nicht nur der französischen Gegenwartsgesellschaft, geprägt von zunehmendem Konkurrenzdruck, struktureller Massenarbeitslosigkeit, Sozialabbau, gesellschaftrlicher Marginalisierung bzw. Ausschließung immer breiterer Bevölkerungsgruppen, verstärkt durch den schleichenden Rückzug des States aus seiner Verantwortung für das Gemeinwohl und die zunehmende Deregulierung von Wirtschaft und Gesellschaft." (...)
Meint der Klappentext der deutschen Ausgabe schon 1993.
Kaum was hinzuzufügen aus heutiger Sicht.
Bourdieu hat die Probleme der Banlieues erkannt, beschrieben und vor den Fogen gewarnt, lange bevor die ersten Autos brannten.
rauch - 7. Nov, 23:18
Belarus (Weißrussland)
Den Botschafter habe ich wirklich getroffen und allen Ernstes möchten die uns als Wahlbeobachter im nächsten Jahr vor Ort haben. Zuvor, angesprochen auf die "Wahlmöglichkeiten", haben wir erklärt bekommen, dass gegen Lukaschenko drei Gegenkandidaten in Stellung gebracht wurden: einer von Rußland, einer von den USA, einer von der EU. Die USA hätten gewonnen,nur ihr Gegenkandidat sei übriggeblieben, mit dem Ziel, Lukaschenko zu stürzen - sagen die linientreuen Botschaftsmitarbeiter.
Hinfahren werde ich im April 2006 zur Tschernobyl-Konferenz, die anlässlich des zwanzigsten Jahrestages stattfinden wird und wo über Langzeitfolgen ein umfassender Bericht vorgelegt werden soll. Von der UNO, nicht von Belarus.
Meinen Reisebericht vom ersten Aufenthalt habe ich aus diesem Grund aus den Tiefen der Festplatte evakuiert. Wer mag, kann nach-lesen.
Reisebericht-Belarus (pdf, 383 KB)

Hinfahren werde ich im April 2006 zur Tschernobyl-Konferenz, die anlässlich des zwanzigsten Jahrestages stattfinden wird und wo über Langzeitfolgen ein umfassender Bericht vorgelegt werden soll. Von der UNO, nicht von Belarus.
Meinen Reisebericht vom ersten Aufenthalt habe ich aus diesem Grund aus den Tiefen der Festplatte evakuiert. Wer mag, kann nach-lesen.
Reisebericht-Belarus (pdf, 383 KB)

rauch - 4. Nov, 22:21
FolTerror
...und die eigentlich wichtigen Dinge, zum Beispiel die Beteiligung an der Anti-Folter-Kampagne von amnesty, gehen dann allzu leicht in diesem und jenem unter. Daher:
https://www.amnesty.at/aktionen/folterror/index.htm
einfach reinklicken und online-petition unterschreiben.
https://www.amnesty.at/aktionen/folterror/index.htm
einfach reinklicken und online-petition unterschreiben.
rauch - 3. Nov, 15:11