Gründonnerstagsschnee

Nein, ganz sicher nicht, nicht diesmal: kein Kommentar zum Wetter!
Interessanter erscheint mir, dass jüngsten Meldungen zufolge die Konzerngewinne im Jahr 2005 um durschnittlich 25% gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind, was von diversen Profiteuren als "Globalisierungsdividende" bezeichnet wird. Gleichzeitig das hier:

Steuerwettlauf (pdf, 330 KB)
...und die tägliche Botschaft, dass dringend weitere Reformen des immer noch zu fetten "Sozialstaates" notwendig seien, sprich: schmerzhafte Einschnitte etceteraetcetera...
Dieser Steuerwettlauf nach unten ist wie ein riesiger Domino-day: einer kippt um und ganz am Ende liegen alle am Boden.
Schwachsinn mit Kalkül: es gewinnen immer weniger immer mehr.
Was noch hinzukommt, ist der Abbau von Arbeitsplätzen bzw. deren Verlagerung in "Billiglohnländer", mit dem Effekt, dass die Steuerbasis für die Finanzierung des Gemeinwesens immer mehr wegbricht, die Kosten - z.B. für Arbeitslosengelder - jedoch steigen. Folge: Städte, Gemeinden, Länder und Staaten starren in immer tiefere Budgetlöcher, als seien sie gottgegeben.
Der schönste aller Finanzminister singt derweil im Kreise seiner EU-Kollegen weiterhin das Loblied der Liberalisierung und des freien Marktes und schwafelt von neuen Arbeitsplätzen.
Die ganze Schweinerei regt aber offensichtlich niemanden groß auf, wie überhaupt zu gelten scheint: je größer die Schweinerei, desto weniger regt man sich auf (Nur so ist erklärbar, dass Berlusconi in Italien fast gleichviel Stimmen bekommen hat wie Prodi).
Für Bush gilt dasselbe.
Aufregen tut sich das Volk meistens über Kinderkram, wie etwa die neue Ausstellung im Kunsthaus Bregenz
https://www.kunsthaus-bregenz.at/html/welcome00.htm
unter anderem in einer von den "Vorarlberger Nachrichten" feinsinnig und ganz dem gesunden Volksempfinden verpflichteten SMS-Voting-Kampagne: KUNSTHAUS-SCHEISSHAUS (pdf, 175 KB)
Tja, was soll man sagen?...
Bald schon kommt der Osterhas doch vorher noch kommt
STILLER HAS mit dem Titelsong ihrer neuen CD "Geisterbahn":
Ds läben isch e geischterbahn
am morge früeh im erschte tram
obwohl ke fasnacht isch het´s larve
"e schöne tag" suberi purschte
gseh hinger jedere maske
scho e nöji füre cho
so schlimm wies usgseht chas nid cho
i däm kaschperlitheater
es isch wie z´wien
im wurschtelprater
i gloub i spinne
es isch der angschthas
i mir dinne wo mir seit
nei häsu jetzt blybsch da
deheim isch dert
wo me nid usecha
(...)
(Übersetzung vom Schwyzerdütsch ins Hochdeutsche wird auf Anfrage geliefert!)
hier: geisterbahn (pdf, 52 KB)
rauch - 13. Apr, 11:32
Hochwassernothelfer, tief betroffen

"Wir schwimmen, nicht Sie!" meinte eine Betroffene zu LH Pröll, der auch gekommen war, sich den Schaden anzuschauen. Gottseidank war grad eine Kamera in der Nähe, die den ergriffenen LH beim Trösten knipste.
Dass er es verabsäumt hatte, den geborstenen Damm längst reparieren zu lassen, darauf reiten ohnehin nur Kleingeister herum...
Kritik an Vorbeugemaßnahmen
Dammbruch im niederösterreichischen Dürnkrut - Bundesheer hilft
Seit 1997 wisse man, dass der Damm erhöht und verstärkt hätte werden müssen, ärgert sich ein Hochwasseropfer aus dem niederösterreichischen Dürnkrut im Weinviertel. Damals sei ein Damm in einer slowakischen Nachbarortschaft gebrochen und man hätte ihn mittlerweile erhöht. Auf der niederösterreichischen Seite sei es dafür nun "zu spät". "Wir schwimmen, nicht Sie", sagte eine Frau aufgewühlt zu Landeshauptmann Erwin Pröll (VP), der zum Lokalaugenschein gekommen war und sein Mitgefühl ausdrückte.
https://derstandard.at/
rauch - 4. Apr, 15:52
Wolfgang & Silvio
"Mir ist Italien und Europa zu wichtig, um es von der Unterstützung der Kommunisten abhängen zu lassen. Wir brauchen eine starke Mitte-rechts-Koalition in Italien. Alles Gute, lieber Silvio", sagte Schüssel in seiner Ansprache vor den EVP-Delegierten.
Diese Meldung hat gerade der ORF verbreitet.
https://www.orf.at/060330-98017/index.html Demnach soll sich der Herr Bundeskanzler auf dem Kongress der Europäischen Volkspartei (EVP) so geäußert haben...
"Der liebe Silvio" hat Italien bis kurz vor den Rauswurf aus der Eurozone abgewirtschaftet, fühlt sich von der Justiz, den Medien, den Intellektuellen und ganz besonders von seinen politischen Gegnern dermaßen verfolgt, dass er seinen "Leidensweg" mit jenem von Jesus Christus verglichen hat, äußerte unlängst, die Chinesen würden kleine Kinder verspeisen und hat auch schon im Europäischen Parlament einen SPD-Abgeordneten als "Blockwart" tituliert. Kein italienisches Staatsoberhaupt vor ihm hat in ähnlicher Weise das Recht und die Verfassung für seine Zwecke zurechtgebogen, um sich der Strafverfolgung und Verurteilung zu entziehen.
Das Sittenbild ließe sich beliebig lange fortsetzen....
Der liebe Wolfgang, fürchte ich, hat es auch noch ernst gemeint und vollkommen vergessen, dass es bisher tabu war, dass sich eine EU-Ratspräsidentschaft in nationale Wahlkämpfe einmischt.
Frage: Kommt jetzt der "liebe Silvio" im Herbst nach Österreich um dem "lieben Wolfgang" voller Dankbarkeit während des Wahlkampfes das Händchen zu halten?...

Wolfgang und Silvio beim Frühlingsspaziergang
Diese Meldung hat gerade der ORF verbreitet.
https://www.orf.at/060330-98017/index.html Demnach soll sich der Herr Bundeskanzler auf dem Kongress der Europäischen Volkspartei (EVP) so geäußert haben...
"Der liebe Silvio" hat Italien bis kurz vor den Rauswurf aus der Eurozone abgewirtschaftet, fühlt sich von der Justiz, den Medien, den Intellektuellen und ganz besonders von seinen politischen Gegnern dermaßen verfolgt, dass er seinen "Leidensweg" mit jenem von Jesus Christus verglichen hat, äußerte unlängst, die Chinesen würden kleine Kinder verspeisen und hat auch schon im Europäischen Parlament einen SPD-Abgeordneten als "Blockwart" tituliert. Kein italienisches Staatsoberhaupt vor ihm hat in ähnlicher Weise das Recht und die Verfassung für seine Zwecke zurechtgebogen, um sich der Strafverfolgung und Verurteilung zu entziehen.
Das Sittenbild ließe sich beliebig lange fortsetzen....
Der liebe Wolfgang, fürchte ich, hat es auch noch ernst gemeint und vollkommen vergessen, dass es bisher tabu war, dass sich eine EU-Ratspräsidentschaft in nationale Wahlkämpfe einmischt.
Frage: Kommt jetzt der "liebe Silvio" im Herbst nach Österreich um dem "lieben Wolfgang" voller Dankbarkeit während des Wahlkampfes das Händchen zu halten?...

Wolfgang und Silvio beim Frühlingsspaziergang
rauch - 30. Mär, 19:02
Ich bin ein Holzkopf
Der heurige Winter war streng, das heißt: lang und kalt.
Die Heizkosten sind gestiegen, nicht nur wegen des Mehrverbrauchs, sondern auch aufgrund der Marktpreise (wieviel "Markt" es bei Öl und Gas wirklich gibt wollen wir hier nicht näher erörtern...).
Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus schlägt das, rechnet man die Kapitalkosten für die Investitionen in die Heizanlage, die Verbrauchs- und Betriebskosten zusammen wie folgt zu Buche:
Pellets 3.128.10 Euro
Heizöl 3.845,73 Euro
Erdgas 3.387,45 Euro
nimmt man nur die reinen Verbrauchskosten:
Pellets 1.244,39
Heizol 2.165,54
Erdgas 1.7148,11
(Wer sich für die gesamte Tabelle interessiert:
Heizkostenvergleich (pdf, 87 KB)
Nimmt man mich, der ich mit Stückholz (Scheitlänge 50 cm, 2/3 Hartholz, 1/3 Weichholz) heize, sind die Verbrauchskosten noch niedriger - nämlich genau 905 Euro.
Das heißt: gegenüber einer herkömmlichen Ölheizung habe ich mir im heurigen Winter 1.260 Euro erspart.
Damit amortisiert sich die in der Anschaffung deutlich teurere Holzheizung schneller als ich gedacht habe, ebenso die dicke Isolierung, die ich der alten Hütte verpasst habe.
Und damals, beim Umbau, haben viele gemeint, ich sei ein Holzkopf, so viel Kohle in eine Holzheizung zu investieren...

Die Heizkosten sind gestiegen, nicht nur wegen des Mehrverbrauchs, sondern auch aufgrund der Marktpreise (wieviel "Markt" es bei Öl und Gas wirklich gibt wollen wir hier nicht näher erörtern...).
Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus schlägt das, rechnet man die Kapitalkosten für die Investitionen in die Heizanlage, die Verbrauchs- und Betriebskosten zusammen wie folgt zu Buche:
Pellets 3.128.10 Euro
Heizöl 3.845,73 Euro
Erdgas 3.387,45 Euro
nimmt man nur die reinen Verbrauchskosten:
Pellets 1.244,39
Heizol 2.165,54
Erdgas 1.7148,11
(Wer sich für die gesamte Tabelle interessiert:
Heizkostenvergleich (pdf, 87 KB)
Nimmt man mich, der ich mit Stückholz (Scheitlänge 50 cm, 2/3 Hartholz, 1/3 Weichholz) heize, sind die Verbrauchskosten noch niedriger - nämlich genau 905 Euro.
Das heißt: gegenüber einer herkömmlichen Ölheizung habe ich mir im heurigen Winter 1.260 Euro erspart.
Damit amortisiert sich die in der Anschaffung deutlich teurere Holzheizung schneller als ich gedacht habe, ebenso die dicke Isolierung, die ich der alten Hütte verpasst habe.
Und damals, beim Umbau, haben viele gemeint, ich sei ein Holzkopf, so viel Kohle in eine Holzheizung zu investieren...

rauch - 29. Mär, 18:17
Wochenschau
Wer erinnert sich heute noch, was gestern grad Topmeldung war? Oder am Montag? Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Montag-Meldung und der Donnerstag-Schlagzeile? Ich versuche es mit einer kleinen Wochenschau, aus dem Kopf, ohne nachschauen:
Alexander Lukaschenko gab sich 82% der weißrussischen Wählerstimmen und findet, alles hat seine Ordnung
https://president.gov.by/eng/ , was mich bei ihm nicht gewundert hat, bei anderen hingegen schon: demokratische-belarus (pdf, 494 KB) , aber alles muß man ja nicht verstehen...
Die Gewerkschaftsbank BAWAG hat im finanzkapitalistischen Casino eine Milliarde verzockt, das Debakel verschwiegen und damit die SPÖ in eine beschissene Lage gebracht.
In Brüssel trafen sich die Staats- und RegierungschefInnen, gaben sich kurz und groß europäisch, versprachen zwei Millionen neuer Jobs, was nur Jean-Claude Juncker als das bezeichnet hat, was es ist: illusorisch. Jetzt sind wieder alle daheim, viele tun wahlkämpfen und dabei fest auf "Brüssel" schimpfen...
In Frankreich protestierten diesmal nicht die Banlieus, sondern die SchülerInnen und StudentInnen gegen die Demontage des Kündigungsschutzes für Jugendliche.
Der Pharmariese Bayer schluckt den Pharmariesen Schering um 16,3 Milliarden Euro und baut gleich einmal 6000 Arbeisplätze ab.
https://www.bayer.de/. Die Aktien beider Unternehmen sind daraufhin gestiegen.
Der Irak taumelt in einen Bürgerkrieg, den G.W.B angerichtet hat, ihn aber nicht auslöffeln wird müssen.
Die Bundesregierung verweigert dem Parlament die Einsicht in die Eurofighter-Kaufverträge, was dessen Präsident völlig in Ordnung findet und unterstützt damit die Beschneidung der demokratisch und verfassungsrechtlich garantierten Kontrollrechte
Italiens Berlusconi, der sich bekanntlich für jesusähnlich hält, wird bald von Judas Ischariot - also der kommunistischen Internationale - verraten werden und am Wahltag den Tod am Kreuz sterben.
Die Bodenseeschnellstraße S 18, ein Projekt aus der Steinzeit der Verkehrsplanung, mitten durch ein Naturschutzgebiet wird auch nach einem EuGH-Urteil, das Vorarlberg verpflichtet NATURA-2000 Gebiete nachzunominieren (genau der Trassenverlauf wurde nämlich ausgespart....) nicht aufgegeben. Schwarz und Blau finden: gebaut wird trotzdem.
A propos Blaue: Vorarlbergs Recken sind heimgekehrt ins Reich, Strache war am Parteitag und alle fanden alles super. Im Mai 2005 hatte man sich noch unter großem Getöse abgespalten und die Eigenständigkeit beschworen.
some good news:
STILLER HAS https://www.stillerhas.ch/ mit der neuen CD Geisterbahn und das wunderbare Theater KOSMOS
https://www.theaterkosmos.at/ mit dem neuen Stück fasten seatbelts
Und jetzt wende ich mich dem Kochen zu und warte auf die Sommerzeit. Soviel Normalität in einer verrückten Welt tut gut.
Alexander Lukaschenko gab sich 82% der weißrussischen Wählerstimmen und findet, alles hat seine Ordnung
https://president.gov.by/eng/ , was mich bei ihm nicht gewundert hat, bei anderen hingegen schon: demokratische-belarus (pdf, 494 KB) , aber alles muß man ja nicht verstehen...
Die Gewerkschaftsbank BAWAG hat im finanzkapitalistischen Casino eine Milliarde verzockt, das Debakel verschwiegen und damit die SPÖ in eine beschissene Lage gebracht.
In Brüssel trafen sich die Staats- und RegierungschefInnen, gaben sich kurz und groß europäisch, versprachen zwei Millionen neuer Jobs, was nur Jean-Claude Juncker als das bezeichnet hat, was es ist: illusorisch. Jetzt sind wieder alle daheim, viele tun wahlkämpfen und dabei fest auf "Brüssel" schimpfen...
In Frankreich protestierten diesmal nicht die Banlieus, sondern die SchülerInnen und StudentInnen gegen die Demontage des Kündigungsschutzes für Jugendliche.
Der Pharmariese Bayer schluckt den Pharmariesen Schering um 16,3 Milliarden Euro und baut gleich einmal 6000 Arbeisplätze ab.
https://www.bayer.de/. Die Aktien beider Unternehmen sind daraufhin gestiegen.
Der Irak taumelt in einen Bürgerkrieg, den G.W.B angerichtet hat, ihn aber nicht auslöffeln wird müssen.
Die Bundesregierung verweigert dem Parlament die Einsicht in die Eurofighter-Kaufverträge, was dessen Präsident völlig in Ordnung findet und unterstützt damit die Beschneidung der demokratisch und verfassungsrechtlich garantierten Kontrollrechte
Italiens Berlusconi, der sich bekanntlich für jesusähnlich hält, wird bald von Judas Ischariot - also der kommunistischen Internationale - verraten werden und am Wahltag den Tod am Kreuz sterben.
Die Bodenseeschnellstraße S 18, ein Projekt aus der Steinzeit der Verkehrsplanung, mitten durch ein Naturschutzgebiet wird auch nach einem EuGH-Urteil, das Vorarlberg verpflichtet NATURA-2000 Gebiete nachzunominieren (genau der Trassenverlauf wurde nämlich ausgespart....) nicht aufgegeben. Schwarz und Blau finden: gebaut wird trotzdem.
A propos Blaue: Vorarlbergs Recken sind heimgekehrt ins Reich, Strache war am Parteitag und alle fanden alles super. Im Mai 2005 hatte man sich noch unter großem Getöse abgespalten und die Eigenständigkeit beschworen.
some good news:
STILLER HAS https://www.stillerhas.ch/ mit der neuen CD Geisterbahn und das wunderbare Theater KOSMOS
https://www.theaterkosmos.at/ mit dem neuen Stück fasten seatbelts
Und jetzt wende ich mich dem Kochen zu und warte auf die Sommerzeit. Soviel Normalität in einer verrückten Welt tut gut.
rauch - 25. Mär, 11:33
Wie machen das die Schweizer?
Folgende interessante Grafik ist mir gestern untergekommen:
Und sogleich fragte ich mich: wie machen das die Schweizer?
Wovon hierzulande seit Jahren nur geredet wird, funktioniert dort, nämlich die Verlagerung des LKW-Transitverkehrs auf die Schiene. Unterschied Österreich - Schweiz:
Die Schweizer betreiben seit 30 Jahren konsequent eine Ausbaupolitik bei der Schiene, in Österreich hat sich im Schienennetz nichts verbessert und vieles verschlechtert, insbesondere seit ein blauer/oranger Verkehrsminister dem nächsten die Klinke in die Hand gegeben hat.
In der Schweiz steht man zur Bahn als Staatsbetrieb und trägt das Defizit ganz selbstverständlich, in Österreich wurden die ÖBB in lauter Teilgesellschaften zerschlagen, die alles können, nur nicht miteinander kooperieren. (Dafür wurden reihenweise höchstdotierte Vorstandsposten für schwarze und blaue/orange Günstlinge geschaffen)
In der Schweiz ist die LSVA (leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe) erstens in einer wirsksamen Höhe angesetzt und zweitens sind die Erträge zu großen Teilen zweckgebunden für den Ausbau der Bahn, insbesondere der NEAT (Neue Alpen-Transversale mit Gotthard- und Lötschbergtunnel).
In Österreich werden die Mauteinnahmen der ASFINAG ausschließlich für Straßenneubauten und zur Bedienung der gigangtischen Zinsschulden verwendet.
In der Schweiz wurde diese kluge und vorausschauende Verkehrspolitik Schritt für Schritt per Volksentscheid festgelegt.
In Österreich gibt es lediglich einen von Straßenbauwünschen der Bundesländer strotzenden Generalverkehrsplan, der den Bahnausbau auf - z.B. am Arlberg - 2021 verschiebt!
So machen das die Schweizer.
Ach ja, fast vergessen: Die spielen bei der Fußball-WM mit, wir nicht...
Und sogleich fragte ich mich: wie machen das die Schweizer?
Wovon hierzulande seit Jahren nur geredet wird, funktioniert dort, nämlich die Verlagerung des LKW-Transitverkehrs auf die Schiene. Unterschied Österreich - Schweiz:
Die Schweizer betreiben seit 30 Jahren konsequent eine Ausbaupolitik bei der Schiene, in Österreich hat sich im Schienennetz nichts verbessert und vieles verschlechtert, insbesondere seit ein blauer/oranger Verkehrsminister dem nächsten die Klinke in die Hand gegeben hat.
In der Schweiz steht man zur Bahn als Staatsbetrieb und trägt das Defizit ganz selbstverständlich, in Österreich wurden die ÖBB in lauter Teilgesellschaften zerschlagen, die alles können, nur nicht miteinander kooperieren. (Dafür wurden reihenweise höchstdotierte Vorstandsposten für schwarze und blaue/orange Günstlinge geschaffen)
In der Schweiz ist die LSVA (leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe) erstens in einer wirsksamen Höhe angesetzt und zweitens sind die Erträge zu großen Teilen zweckgebunden für den Ausbau der Bahn, insbesondere der NEAT (Neue Alpen-Transversale mit Gotthard- und Lötschbergtunnel).
In Österreich werden die Mauteinnahmen der ASFINAG ausschließlich für Straßenneubauten und zur Bedienung der gigangtischen Zinsschulden verwendet.
In der Schweiz wurde diese kluge und vorausschauende Verkehrspolitik Schritt für Schritt per Volksentscheid festgelegt.
In Österreich gibt es lediglich einen von Straßenbauwünschen der Bundesländer strotzenden Generalverkehrsplan, der den Bahnausbau auf - z.B. am Arlberg - 2021 verschiebt!
So machen das die Schweizer.
Ach ja, fast vergessen: Die spielen bei der Fußball-WM mit, wir nicht...
rauch - 21. Mär, 16:50
Frauen müssen sich beweisen!
Das nenne ich eine geniale Titelseite:

In Schüssels Hand, die Frauen, die sich beweisen müssen und oben drauf die Schlagzeile "Die Misterwahl als Sprungbrett" !
Sozusagen eine Kurzzusammenfassung der hierzulande praktizierten Frauenpolitik.
Manchmal sollte man sich als Kanzler doch anschauen, welches Blatt mit welcher Schlagzeige man gerade in die Hand gedrückt bekommt.
Und das ganze beim Europaforum in Lech, umringt von lauter Staats-Männern...
(Titelseite zum download: wann-und-wo (jpg, 516 KB)

In Schüssels Hand, die Frauen, die sich beweisen müssen und oben drauf die Schlagzeile "Die Misterwahl als Sprungbrett" !
Sozusagen eine Kurzzusammenfassung der hierzulande praktizierten Frauenpolitik.
Manchmal sollte man sich als Kanzler doch anschauen, welches Blatt mit welcher Schlagzeige man gerade in die Hand gedrückt bekommt.
Und das ganze beim Europaforum in Lech, umringt von lauter Staats-Männern...
(Titelseite zum download: wann-und-wo (jpg, 516 KB)
rauch - 14. Mär, 19:11
Fragiles Eis, bald bricht es, bald taut es

Nicht nur mir, ich weiß, wird der Winter zu lange.
Trotzdem nehme ich in Anspruch, besonders hart auf die Frühlingssonne zu warten, durchgefroren an Leib und Seele -
in Anbetracht der Tatsache, dass der heurige Winter mir ziemlich einiges an gesundheitlichem Ungemach gebracht hat.
Wenn ich, Winter und Ungemach zum Trotz, eines gelernt habe in den letzten Monaten, dann ist es: Geduld. Vielleicht habe ich es auch nicht gelernt, sondern Winter und Ungemach haben es mich gelehrt. Lernen, scheint mir, geschieht ja eher freiwillig, das andere eher verordneterweise...
Den Gedanken habe ich dann, geduldig, weiterverfolgt, vom eigenen Leben angefangen bis hin zur Politik, wobei ich dann einmal mehr draufgekommen bin, wie sehr das bei mir Eines geworden ist. Neil Young meint dazu: "The same things that make you live will kill you".
Wollen wir nicht hoffen...
Zurück zu Politik, Geschwindigkeit und Geduld: Die Beschleunigung des Geschäftes miterlebend und selber einer der Ungeduldigsten und Vorwärtstreibenden, weil nicht mit ansehen könnend, wie zögerlich neue Chancen wahrgenommen, alte Dummheiten jedoch ständig wiederholt werden, komme ich dennoch zum paradoxen Fazit: Wir müssen ganz schnell anfangen langsamer zu werden. Sonst geraten Gesellschaft, Staatengemeinschaft, die Menschen an sich und letztlich der ganze Planet mit Sicherheit komplett aus den Fugen und wir fliegen uns selber in Fetzen um die Ohren. Sage ich jetzt, da ich seit einer Weile runter bin vom sich immer rascher drehenden Karussell. Hab also gut reden, so von außen. Kann den Kopf schütteln, über die Karussellfahrer, die vor lauter Drehschwindel nicht mehr wahrnehmen, dass die Welt nicht nur Fliehkraft, sondern auch Schwerkraft ist und zwar hauptsächlich, weil Berge, Häuser und sogar Banken nur deshalb stehen bleiben.
Mal schauen, was ich tun und sagen werde, wenn ich selber wieder zugestiegen bin.
Ich warte jetzt einmal den Frühling ab.
rauch - 9. Mär, 21:05