Bleibt österreich frei(heitlich)?
Das so genannte "Volksbegehren" der Strache-FPÖ: antieuropäisch, ausländerfeindlich, platt und dumm. Nix weiter als ein Trägermedium für die Nationalratswahlen im Herbst und ein Vorgeschmack darauf, mit welchen Themen uns die Stahlblauen traktieren werden.
Ein paar Hunderttausend Unterschriften werden zusammenkommen, und ihren Mobilisierungseffekt für den Herbst entfalten. Für zehn Prozent sind die Haider-Klone immer wählbar. Mindestens.
Wer geglaubt hat, mit der blau-orangen Spalterei sei die Gschicht erledigt: Irrtum. Frontmann austauschbar, Inhalt gleich - und schon sitzt wieder eine neue Brunnenvergifterpartei im Parlament.
Damit wird man sich wohl abfinden müssen, dass nahezu jedes europäische Land seine ultrarechte Partei hat samt Zubehör. Allein, die Leichtigkeit, wie hierzulande zuerst die eine aus dem Nichts auf über zwanzig Prozent der Stimmen kam und jetzt die nächste aus dem Garnichts und dem Chaos auf die Hälfte, erschreckt.
Oder auch nicht.
Ach ja: Der Zusammenschluss der Schiegebiete Mellau und Damüls ist von der Landesregierung genehmigt worden, samt der dazugehördenden massiven Landschaftseingriffe. Hirnverbrannt, aber zu erwarten. Kohle geht über alles, auch über jede vernünftige Abwägung von Argumenten. Wie die Zukunft aussieht u.a. nachzulesen:
https://salzburg.orf.at/stories/93437/
Weder wurde in Österreich - und anzukreiden ist das sowohl den Schwarzen wie den Roten - die faschischtische noch die austrofaschistische Vergangenheit auf-, ab- oder zumindest bearbeitet.
Insofern darf man sich nicht wirklich wundern, zählt man noch die "besondere" Medienlandschaft dazu...
Abfinden mag ich mich mit alledem trotzdem nicht. Insofern wird es höchste Zeit, dass ich wieder politisch aktiv werde.
Zu- oder wegschauen nützt ja nix.
Ein paar Hunderttausend Unterschriften werden zusammenkommen, und ihren Mobilisierungseffekt für den Herbst entfalten. Für zehn Prozent sind die Haider-Klone immer wählbar. Mindestens.
Wer geglaubt hat, mit der blau-orangen Spalterei sei die Gschicht erledigt: Irrtum. Frontmann austauschbar, Inhalt gleich - und schon sitzt wieder eine neue Brunnenvergifterpartei im Parlament.
Damit wird man sich wohl abfinden müssen, dass nahezu jedes europäische Land seine ultrarechte Partei hat samt Zubehör. Allein, die Leichtigkeit, wie hierzulande zuerst die eine aus dem Nichts auf über zwanzig Prozent der Stimmen kam und jetzt die nächste aus dem Garnichts und dem Chaos auf die Hälfte, erschreckt.
Oder auch nicht.
Ach ja: Der Zusammenschluss der Schiegebiete Mellau und Damüls ist von der Landesregierung genehmigt worden, samt der dazugehördenden massiven Landschaftseingriffe. Hirnverbrannt, aber zu erwarten. Kohle geht über alles, auch über jede vernünftige Abwägung von Argumenten. Wie die Zukunft aussieht u.a. nachzulesen:
https://salzburg.orf.at/stories/93437/
Weder wurde in Österreich - und anzukreiden ist das sowohl den Schwarzen wie den Roten - die faschischtische noch die austrofaschistische Vergangenheit auf-, ab- oder zumindest bearbeitet.
Insofern darf man sich nicht wirklich wundern, zählt man noch die "besondere" Medienlandschaft dazu...
Abfinden mag ich mich mit alledem trotzdem nicht. Insofern wird es höchste Zeit, dass ich wieder politisch aktiv werde.
Zu- oder wegschauen nützt ja nix.
rauch - 5. Mär, 17:05
Bin ich ein zu ängstlicher Mensch?
Kann es sein, so frage ich mich, dass ich ein zu ängstlicher Mensch bin? Ich nämlich habe ein ziemlich flaues Gefühl, was die fortschreitende Ausbreitung des so genannten Vogelgrippe-Virus betrifft. Hierzulande scheint man sich eher wenig Gedanken zu machen, ganz im Unterschied zu Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden.
Ganz viel Gedanken machte sich offenbar das Landesklinikum Stuttgart. Die haben sich nämlich auf eigene Initiative mit den notwendigen Medikamenten, Schutzanzügen und Schnelltests ausgestattet und sind in der Lage, im Falle einer Pandemie 30% der Stuttgarter Bevölkerung betreuen zu können. Mit dieser Erkrankungsrate wird - im worst case - in etwa gerechnet.
Reichen würden die Vorräte für etwa vier Monate; so lange braucht es mindestens, bis ein Serum für Impfungen entwickelt wäre...
Bei uns, so wurde gemeldet, wird immerhin die Feuerwehr mit zusätzlichen Schutzanzügen ausgestattet, damit allenfalls tote Vögel eingesammelt werden können.
Innen- oder Gesundheitsminister bin ich ja nicht.
Wäre ich es, würde ich mir ganz große Sorgen machen und ziemlich viele Vorsorge-Hebel in Bewegung setzen.
Aber gut, hoffentlich bin ich nur ein zu ängstlicher Mensch...
Ganz viel Gedanken machte sich offenbar das Landesklinikum Stuttgart. Die haben sich nämlich auf eigene Initiative mit den notwendigen Medikamenten, Schutzanzügen und Schnelltests ausgestattet und sind in der Lage, im Falle einer Pandemie 30% der Stuttgarter Bevölkerung betreuen zu können. Mit dieser Erkrankungsrate wird - im worst case - in etwa gerechnet.
Reichen würden die Vorräte für etwa vier Monate; so lange braucht es mindestens, bis ein Serum für Impfungen entwickelt wäre...
Bei uns, so wurde gemeldet, wird immerhin die Feuerwehr mit zusätzlichen Schutzanzügen ausgestattet, damit allenfalls tote Vögel eingesammelt werden können.
Innen- oder Gesundheitsminister bin ich ja nicht.
Wäre ich es, würde ich mir ganz große Sorgen machen und ziemlich viele Vorsorge-Hebel in Bewegung setzen.
Aber gut, hoffentlich bin ich nur ein zu ängstlicher Mensch...
rauch - 26. Feb, 21:10
Leseprobe
Stimmt, unterbrach mich Loos, man ißt und trinkt und scheidet aus, lässt fünf gerade sein und zuckt die Achsel. Ich müßte mich, meinem vorgerückten Alter und dem damit verbundenen Zucken zum Trotz, wieder weit intensiver, schärfer, schneidender mit Zeit und Welt befassen und jeder Regung von Mildheit mißtrauen. Wer soll noch wittern, was vorgeht, wenn die Jungen vor lauter fahriger Betriebsamkeit, das heißt vor Apathie verblöden und die Alten vor lauter Nachsicht?

https://www.svbbpt.ch/Literatur/deutsch/treschT26.htm
und wenn wir grad dabei sind, kann ich, da ich viel zum Lesen kam letztens, außerdem empfehlen:
Das Buch der von Neil Young Getöteten von Navid Kermani; Ammann-Verlag
Das Fest der Steine oder Die Wunderkammer der Exzentrik von Franzobel; Zsolnay-Verlag

https://www.svbbpt.ch/Literatur/deutsch/treschT26.htm
und wenn wir grad dabei sind, kann ich, da ich viel zum Lesen kam letztens, außerdem empfehlen:
Das Buch der von Neil Young Getöteten von Navid Kermani; Ammann-Verlag
Das Fest der Steine oder Die Wunderkammer der Exzentrik von Franzobel; Zsolnay-Verlag
rauch - 23. Feb, 20:56
Olympia-Wahlkampf
Es gibt mehrere Gründe, warum ich mir, weil ja jetzt viel rekonvaleszente Zeit vorhanden, die olympischen Bewerbe im Deutschen oder Schweizer Fernsehen und NICHT im ORF ansehe:
1. Bei ARD, ZDF und SRG kommentieren ganz selbstverständlich auch Frauen Sportereignisse. Im ORF ist das immer noch eine reine Macho-Partie.
2. Auch bei noch so hervorragenden Erfolgen der eigenen Landsleute wird auf die anderen Nationen und deren Leistungen nicht vergessen.
3. Dass ein Siegerinterview mit dem Hauptakteur (Benjamin Reich nach dem Riesentorlauf), nämlich dem Sportler, kürzer dauert, als jenes mit dem a-dabei-sein-wollenden Bundeskanzler Schüssel kann es nur im ORF geben - das schafft nicht einmal Berlusconi.
4. Dass eine österreichische Dopingaffäre in inniger Verbundenheit von ÖSV, ÖOC und ORF geradezu als Lappalie abgetan wird, um sie dann ("wir haben von nix gewußt!") zwei Sündenböcken umzuhängen und KEINE kritischen journalistischen Recherchen angestellt werden über die Verflechtungen gibt es auch nur hierzulande.
Sicher werden die österreichischen Olympiasieger (die Siegerinnen eher nicht) zur Eröffnung der Elite-Uni nach Gugging eingeladen und müssen dort ein Band durchschneiden. Der ORF wird die fünfstündige Zeremonie live übertragen wenn W. Schüssel, E. Gehrer und E. Pröll einen überragenden Dreifachsieg der Provinzialität erringen werden...
1. Bei ARD, ZDF und SRG kommentieren ganz selbstverständlich auch Frauen Sportereignisse. Im ORF ist das immer noch eine reine Macho-Partie.
2. Auch bei noch so hervorragenden Erfolgen der eigenen Landsleute wird auf die anderen Nationen und deren Leistungen nicht vergessen.
3. Dass ein Siegerinterview mit dem Hauptakteur (Benjamin Reich nach dem Riesentorlauf), nämlich dem Sportler, kürzer dauert, als jenes mit dem a-dabei-sein-wollenden Bundeskanzler Schüssel kann es nur im ORF geben - das schafft nicht einmal Berlusconi.
4. Dass eine österreichische Dopingaffäre in inniger Verbundenheit von ÖSV, ÖOC und ORF geradezu als Lappalie abgetan wird, um sie dann ("wir haben von nix gewußt!") zwei Sündenböcken umzuhängen und KEINE kritischen journalistischen Recherchen angestellt werden über die Verflechtungen gibt es auch nur hierzulande.
Sicher werden die österreichischen Olympiasieger (die Siegerinnen eher nicht) zur Eröffnung der Elite-Uni nach Gugging eingeladen und müssen dort ein Band durchschneiden. Der ORF wird die fünfstündige Zeremonie live übertragen wenn W. Schüssel, E. Gehrer und E. Pröll einen überragenden Dreifachsieg der Provinzialität erringen werden...
rauch - 20. Feb, 23:07
Was ist wichtig?
Vielleicht, habe ich schon überlegt, sollte man, kurz nach existenziellen Erfahrungen, nicht einfach alles in Frage stellen. Vielleicht aber ist es auch unausweichlich.
Die Frage jedenfalls, was wichtig ist und was nichtig, was dringend angegangen werden soll und was ruhig belassen werden kann, beschäftigt mich.
Ist der Karikaturenstreit wichtig oder ist es die Frage, die dahinter steht?
War die strikte Trennung von Kirche und Staat nur ein vorübergehendes Intermezzo und kommt jetzt wieder die Zeit, wo im Namen dieses oder jenen Gottes alles gerechtfertigt werden kann?
War die ganze Aufklärung für die Katz?
Warum stürzen die Kurse der Pharmakonzerne ab, weil die Gewinne um 2% unter der Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr geblieben sind?
Warum schneit es in Oberösterreich so viel und was hat das mit dem Klima zu tun?
Wieso traut sich Schweden, den Ausstieg aus dem Ölzeitalter zu, unsere Bundesregierung aber nicht einmal einen Schritt in diese Richtung?
Wieso kann hierzulande ein Landeshauptmann mit Ortstafeln spielen und Minderheiten drangsalieren, ohne zurückgetreten zu werden?
Soll man sich jetzt zuvorderst um Armut und Ungerechtigkeit oder um die zunehmend versaute Umwelt kümmern oder beides gleichzeitig?
Sind wir eine Generation, der das im Grund ziemlich wurscht ist und die nach dem Motto lebt: "Für mich wird sich´s grad noch ausgehen"?
Hängt des Österreichers Selbstbewußtsein an der Anzahl von Medaillen, die in Turin gewonnen werden?
Ist dieses Land eine Millionenshow?
Wieso hat mittlerweile jede/r Dritte Erwachsene in Mitteleuropa irgend einen Krebs?
Was ist da, wo nichts ist?
Stimmt am Ende doch, dass nur die Liebe bleibt?
.....
Tja, Fragen über Fragen.
Derzeit, da ich viel Zeit habe, denke ich viel darüber nach.
Ich finde, nachdenken ist super. Aber man muß es fast wieder lernen, wenn man zuvor vor lauter Geschwindigkeit und Beschleunigung sich kaum am Sitz hat halten können...
Wirklich gern würde ich, künftig, wenn das alte Leben mit dem neuen, das Vorher und das Nachher irgendwie zusammengebracht werden müssen Raum für das Wesentliche schaffen.
Die Frage jedenfalls, was wichtig ist und was nichtig, was dringend angegangen werden soll und was ruhig belassen werden kann, beschäftigt mich.
Ist der Karikaturenstreit wichtig oder ist es die Frage, die dahinter steht?
War die strikte Trennung von Kirche und Staat nur ein vorübergehendes Intermezzo und kommt jetzt wieder die Zeit, wo im Namen dieses oder jenen Gottes alles gerechtfertigt werden kann?
War die ganze Aufklärung für die Katz?
Warum stürzen die Kurse der Pharmakonzerne ab, weil die Gewinne um 2% unter der Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr geblieben sind?
Warum schneit es in Oberösterreich so viel und was hat das mit dem Klima zu tun?
Wieso traut sich Schweden, den Ausstieg aus dem Ölzeitalter zu, unsere Bundesregierung aber nicht einmal einen Schritt in diese Richtung?
Wieso kann hierzulande ein Landeshauptmann mit Ortstafeln spielen und Minderheiten drangsalieren, ohne zurückgetreten zu werden?
Soll man sich jetzt zuvorderst um Armut und Ungerechtigkeit oder um die zunehmend versaute Umwelt kümmern oder beides gleichzeitig?
Sind wir eine Generation, der das im Grund ziemlich wurscht ist und die nach dem Motto lebt: "Für mich wird sich´s grad noch ausgehen"?
Hängt des Österreichers Selbstbewußtsein an der Anzahl von Medaillen, die in Turin gewonnen werden?
Ist dieses Land eine Millionenshow?
Wieso hat mittlerweile jede/r Dritte Erwachsene in Mitteleuropa irgend einen Krebs?
Was ist da, wo nichts ist?
Stimmt am Ende doch, dass nur die Liebe bleibt?
.....
Tja, Fragen über Fragen.
Derzeit, da ich viel Zeit habe, denke ich viel darüber nach.
Ich finde, nachdenken ist super. Aber man muß es fast wieder lernen, wenn man zuvor vor lauter Geschwindigkeit und Beschleunigung sich kaum am Sitz hat halten können...
Wirklich gern würde ich, künftig, wenn das alte Leben mit dem neuen, das Vorher und das Nachher irgendwie zusammengebracht werden müssen Raum für das Wesentliche schaffen.
rauch - 11. Feb, 17:06
Comeback
Wissend, dass die Gesetzmäßigkeiten für weblogs auch für dieses hier gelten, zweifle ich, dass nach so langer Funkstille sich überhaupt noch irgendwer hierher verirrt.
Falls doch, so sei euch Getreuen gesagt: ich bin zurück.
Meine Operation und die eine oder andere Komplikation hintennach habe ich gut überstanden. Ich glaube, mehr denn je, an ein öffentliches, gut finanziertes und für alle zugängliches Gesundheitssystem auf dem neuesten Stand! Ich verwahre mich, mehr denn je, gegen eine weitere Ausdünnung des Personalstandes an den Spitälern, weil Pflege, vor allem wenn es einem beschissen geht, mehr ist, als das gehetzte Anhängen von Infusionsflaschen. Ich wußte dieses "mehr" zu schätzen.
Ich finde es jetzt und immerdar seltsam, wenn ich im Landeskrankenhaus Feldkirch Marmelade aus Italien, Butter aus Schärding und Joghurt aus Deutschland bekomme, obwohl in der nächsten Umgebung beste regionale Produkte erzeugt werden.
Ansonsten beginne ich, mich in der normalen Welt wieder zurecht zu finden. Die Politik finde ich (noch), geschwächt wie ich bin, sagen wir: bisweilen eigenartig. Unvergessen bleibt mir, vollgepumpt mit Schmerzmitteln ein ZIB-Bericht über Saliera-Heimkehr und Klimtbilder-Exodus, mit einer grinsenden Gehrer und einer ebenfalls grinsenden Prokop im Fernsehen, die, wie zwei Museumswärterinnen, die Saliera in die Kamera halten. Ich habe, gleich darauf einschlafend, geträumt, Österreich werde von Herrn Seipel und Otto von Habsburg regiert....
Ansonsten träume ich oft davon, dass der Frühling bald kommt.
Falls doch, so sei euch Getreuen gesagt: ich bin zurück.
Meine Operation und die eine oder andere Komplikation hintennach habe ich gut überstanden. Ich glaube, mehr denn je, an ein öffentliches, gut finanziertes und für alle zugängliches Gesundheitssystem auf dem neuesten Stand! Ich verwahre mich, mehr denn je, gegen eine weitere Ausdünnung des Personalstandes an den Spitälern, weil Pflege, vor allem wenn es einem beschissen geht, mehr ist, als das gehetzte Anhängen von Infusionsflaschen. Ich wußte dieses "mehr" zu schätzen.
Ich finde es jetzt und immerdar seltsam, wenn ich im Landeskrankenhaus Feldkirch Marmelade aus Italien, Butter aus Schärding und Joghurt aus Deutschland bekomme, obwohl in der nächsten Umgebung beste regionale Produkte erzeugt werden.
Ansonsten beginne ich, mich in der normalen Welt wieder zurecht zu finden. Die Politik finde ich (noch), geschwächt wie ich bin, sagen wir: bisweilen eigenartig. Unvergessen bleibt mir, vollgepumpt mit Schmerzmitteln ein ZIB-Bericht über Saliera-Heimkehr und Klimtbilder-Exodus, mit einer grinsenden Gehrer und einer ebenfalls grinsenden Prokop im Fernsehen, die, wie zwei Museumswärterinnen, die Saliera in die Kamera halten. Ich habe, gleich darauf einschlafend, geträumt, Österreich werde von Herrn Seipel und Otto von Habsburg regiert....
Ansonsten träume ich oft davon, dass der Frühling bald kommt.
rauch - 7. Feb, 12:14
H.C. - wenn, dann Artmann!
Es mußte sein: ich habe mir die Berichterstattung vom FPÖ-Neujahrstreffen gegeben. Das Fazit ist, dass ich mir echte Sorgen mache und zugeben muß, mich geirrt zu haben (wieder einmal). Glaubte ich doch, Haider sei ausgestanden und die FPÖ gleich mit dazu. Mitnichten.
Die Töne, die Strache spuckt, sind schriller als je zuvor. Und das Volk mit dem "gesunden Empfinden" trinkt Bier und johlt. Allen Unkenrufen und Umfragen zum Trotz gehe ich ziemlich jede Wette ein, dass die bei den Nationalratswahlen deutlich über zehn Prozent kommen. Und das wird nicht das Ende sein.
Österreich bietet offenbar ein Grundpotenzial von rund 20% für "Politik" a la FPÖ. Wer der Verkünder der Botschaft ist, spielt keine Rolle. Austauschbar. Laut muß er sein, und das Anständige ständig betonen. Die Ressentiments gegen Ausländer und "Asylanten", gegen "die da oben" und "die in Brüssel" sind auf Knopfdruck abrufbar.
Die anhaltende Verweigerung der Aufarbeitung der österreichischen Geschichte durch die offizielle Politik dieses Landes ist ein wesentlicher Grund dafür, dass rechts von der ÖVP noch ganz viel Platz ist. Aber nicht der einzige.
Was nun?
Sich umdrehen, wenn einem das sprichwörtliche Kotzen kommt und mit Verve, Verachtung und glühendem Herzen in eigenen Kreisen über diese Untragbarkeit lamentieren? Hatten wir schon.
Mit derselben Vehemenz, wie die einen auf die Ausländer hinauen die Verteidigung übernehmen, weil Differenziertheit gegen Dummheit niemals eine Chance hat, zumal dann nicht, wenn jedem Versuch, Nuancen zu zeichnen, täglich die Krone aufgesetzt wird? Hatten wir auch schon. Werden wir aber wieder tun, weil nur die SPÖ es sich leisten will, hier nachzugeben, in der Hoffnung, bei den Wahlen dann die Flanke halten zu können. (Hat sich schon einmal als fataler Irrglaube herausgestellt!)
Dennoch: die alten Rezepte waren offensichtlich nur bedingt tauglich und konnten nicht verhindern, dass statt HJ nun HC bejubelt wird.
Ich gehe jetzt ins Spital mich operieren lassen und habe Zeit nachzudenken. Vielleicht fällt mir was gescheites ein.
Bis dahin gilt für mich: den einzigen HC den ich akzeptiere ist der Artmann.
Die Töne, die Strache spuckt, sind schriller als je zuvor. Und das Volk mit dem "gesunden Empfinden" trinkt Bier und johlt. Allen Unkenrufen und Umfragen zum Trotz gehe ich ziemlich jede Wette ein, dass die bei den Nationalratswahlen deutlich über zehn Prozent kommen. Und das wird nicht das Ende sein.
Österreich bietet offenbar ein Grundpotenzial von rund 20% für "Politik" a la FPÖ. Wer der Verkünder der Botschaft ist, spielt keine Rolle. Austauschbar. Laut muß er sein, und das Anständige ständig betonen. Die Ressentiments gegen Ausländer und "Asylanten", gegen "die da oben" und "die in Brüssel" sind auf Knopfdruck abrufbar.
Die anhaltende Verweigerung der Aufarbeitung der österreichischen Geschichte durch die offizielle Politik dieses Landes ist ein wesentlicher Grund dafür, dass rechts von der ÖVP noch ganz viel Platz ist. Aber nicht der einzige.
Was nun?
Sich umdrehen, wenn einem das sprichwörtliche Kotzen kommt und mit Verve, Verachtung und glühendem Herzen in eigenen Kreisen über diese Untragbarkeit lamentieren? Hatten wir schon.
Mit derselben Vehemenz, wie die einen auf die Ausländer hinauen die Verteidigung übernehmen, weil Differenziertheit gegen Dummheit niemals eine Chance hat, zumal dann nicht, wenn jedem Versuch, Nuancen zu zeichnen, täglich die Krone aufgesetzt wird? Hatten wir auch schon. Werden wir aber wieder tun, weil nur die SPÖ es sich leisten will, hier nachzugeben, in der Hoffnung, bei den Wahlen dann die Flanke halten zu können. (Hat sich schon einmal als fataler Irrglaube herausgestellt!)
Dennoch: die alten Rezepte waren offensichtlich nur bedingt tauglich und konnten nicht verhindern, dass statt HJ nun HC bejubelt wird.
Ich gehe jetzt ins Spital mich operieren lassen und habe Zeit nachzudenken. Vielleicht fällt mir was gescheites ein.
Bis dahin gilt für mich: den einzigen HC den ich akzeptiere ist der Artmann.
rauch - 15. Jan, 22:06
Jawoll! Die Liftparty geht weiter!
Der Zusammenschluß der Schilifte von Mellau und Damüls wird von der Landesregierung genehmigt.
https://vorarlberg.orf.at/stories/82248/
Na und? - fragt der Außenstehende, was soll daran schlimm sein?
Na ja! - sage ich: Vorarlberg hat die höchste Dichte an Aufstiegshilfen im Alpenraum und ist gleichzeitig ziemlich klein, wie man weiß. Das Projekt geht mitten durch ein Naturschutzgebiet, es muß ein halber Berg weggesprengt werden und die Verkehrszunahme wird enorm sein. Das Wettrüsten der Schigebiete geht munter weiter, die letzten Naturräume werden - jucheee! - dem Profit geopfert und das Wild frißt derweil aus purer Verzweiflung die letzten Schutzwälder kahl. Nächsten Sommer wundern sich dann alle wieder, wie es so ein wahnsinniges Hochwasser geben kann...

Die gesamte Kuppe, auf der die Tannen stehen muß weggesprengt werden, damit überhaupt eine Pistentrasse angelegt werden kann...
Dass der zuständige Landesrat einen positiven Bescheid verkündet, obwohl das Verfahren noch nicht einmal abgeschlossen ist, spricht auch Bände: "Gesetz ist, was wir wollen!"

"Respektiere deine Grenzen!" - diese Tafel steht in Damüls und begrenzt das derzeitige Schigebiet....
Und hier gehts zur Unterschriftenliste:
https://www.vorarlberg.gruene.at/unterschriften/?PHPSESSID=6a84115b81807581a593570ebd6e8a4b
https://vorarlberg.orf.at/stories/82248/
Na und? - fragt der Außenstehende, was soll daran schlimm sein?
Na ja! - sage ich: Vorarlberg hat die höchste Dichte an Aufstiegshilfen im Alpenraum und ist gleichzeitig ziemlich klein, wie man weiß. Das Projekt geht mitten durch ein Naturschutzgebiet, es muß ein halber Berg weggesprengt werden und die Verkehrszunahme wird enorm sein. Das Wettrüsten der Schigebiete geht munter weiter, die letzten Naturräume werden - jucheee! - dem Profit geopfert und das Wild frißt derweil aus purer Verzweiflung die letzten Schutzwälder kahl. Nächsten Sommer wundern sich dann alle wieder, wie es so ein wahnsinniges Hochwasser geben kann...

Die gesamte Kuppe, auf der die Tannen stehen muß weggesprengt werden, damit überhaupt eine Pistentrasse angelegt werden kann...
Dass der zuständige Landesrat einen positiven Bescheid verkündet, obwohl das Verfahren noch nicht einmal abgeschlossen ist, spricht auch Bände: "Gesetz ist, was wir wollen!"

"Respektiere deine Grenzen!" - diese Tafel steht in Damüls und begrenzt das derzeitige Schigebiet....
Und hier gehts zur Unterschriftenliste:
https://www.vorarlberg.gruene.at/unterschriften/?PHPSESSID=6a84115b81807581a593570ebd6e8a4b
rauch - 12. Jan, 17:35